Unser Schwerpunkt

 

Ein Geschichtswettbewerb. Wozu ist das gut?

2014/2015 führte die Initiative den ersten Geschichtswettbewerb für junge Menschen durch. Er stand unter dem Thema „Die Region Schweinfurt stellt sich der Vergangenheit des 20. Jahrhunderts“. Viele junge Menschen nahmen teil, die Ergebnisse waren hervorragend, und die Initiative erreichte ihr Ziel, Interesse für die Geschichte der Stadt und der Region Schweinfurt zu wecken. Jetzt gibt es einen zweiten Geschichtswettbewerb. Du kannst dich mit Ereignissen beschäftigen, die vor deiner eigenen Haustüre, in deiner Familie, in deiner Straße, in deiner Schule stattgefunden haben. Du wirst merken, dass in der Gegenwart das, was gestern geschehen ist, immer noch spürbar ist.

Welches Thema kannst du bearbeiten?  

Hast du Lust, in die Geschichte vor deiner eigenen Haustüre einzutauchen?
Macht es dir Freude, dich mit der Vergangenheit zu beschäftigen?
Dann schau dir mal das neue Thema des Geschichtswettbewerbs an:

Vom Fremdsein und Daheimsein.

Es geht es um die Suche nach Spuren in deiner nahen Umgebung, in denen Fremde, Ausländer, Flüchtlinge, „Gastarbeiter“, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, Vertriebene, Aussiedler oder Übersiedler zu finden sind. Aufgrund der weltweiten Fluchtbewegung und der fremdenfeindliche Ausschreitungen hat dieser Themenbereich eine beklemmende Aktualität gewonnen.

Bei der Spurensuche in deinem persönlichen Umfeld kannst du erfahren, warum Menschen in der Vergangen-heit ihre Heimat verließen, wie sie sich in der Fremde zurechtfanden, welche Schwierigkeiten sie zu meistern hatten. Es lohnt sich auch genau hinzuschauen, wie die Einheimischen auf die Fremden reagierten und wie sich das Zusammenleben gestaltete. Dann stellt sich die Frage, ob die Integration gelungen oder auch nicht gelungen ist.

Suche dir in der Stadt oder der Region Schweinfurt ein „Forschungsobjekt“ aus, das mit dir, mit deiner Familie, mit deinen Nachbarn, mit deinem Wohnort, mit deiner Schule zu tun hat. Die konkreten Beispiele können aus jeder Zeit stammen, vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. Wichtig ist, dass du Fotos und Bilder findest, die deine Erkenntnisse lebendig werden lassen.

Wie sieht die Spurensuche aus? 

Mache dich auf die Spurensuche. Suche und sammle Materialien zu deinem Thema.

Es gibt so viele Möglichkeiten: Interviewe deine Eltern, Großeltern und andere Familienmitglieder, Nachbarn, Experten, Lehrer und Menschen, die etwas zu deinem
Thema sagen können. Quellen sind Briefe, Tagebücher, private Fotos, Filme oder amtliche Dokumente. In Archiven, Museen, Bibliotheken, Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Vereinen, Verbänden, Kirchengemeinden, Parteien, Bürgerinitiativen findest du viel Material.

Stelle Fragen, die das von dir gewählte konkrete Beispiel aufschlüsseln können, wie zum Beispiel:

- Wann/warum sind fremde Menschen zu uns gekommen?
- Wie reagierten die Einheimischen?
- Wie bewältigten die fremden Menschen die
neue Situation?
- Was veränderte sich bei uns durch die Fremden?
- Wie lange blieben die Fremden in ihrer neuen Heimat fremd?
- Welche Rollen spielten im Zusammenleben die unterschiedlichen Kulturen, Religionen, Lebensarten?
- Gibt es in meiner Familie, in meiner Schule, in meiner Klasse, bei meinen Nachbarn Menschen, die von weit herkommen?

­Kam meine Familie auch aus der Fremde?
Wie sehen meine Integrationserfahrungen aus?
Wie komme ich zurecht?
­ Wer hilft mir?
Wer lehnt mich ab?
Warum werde ich abgelehnt?
Welche Freunde habe ich?

Die Teilnahmebedingungen 

Teilnehmen können alle jungen Menschen (Schüler, Auszubildende, Studierende usw.) unter 25 Jahren aus
der Stadt und dem Raum Schweinfurt.

Möglich sind Einzel- und Gruppenbeiträge, insbesondere Beiträge von Schulklassen und Seminaren.

Jede Gruppe benennt einen Ansprechpartner.

Welche Unterstützung ist erlaubt? 

Inhaltliche und wörtliche Übernahmen aus anderen Werken (auch aus dem Internet) müssen in deiner Arbeit kenntlich gemacht werden, sodass nachvollziehbar ist, woher die Informationen stammen.

Wenn du eine Betreuerin / einen Betreuer gewählt hast, gib
Art und Umfang der Hilfe an.

Als Teilnehmer am Geschichtswettbewerb erklärst du dich bereit, die Arbeit bei Bedarf der Jury zu erläutern.

Was reichst du als Wettbewerbsbeitrag ein?  

Wenn du am Geschichtswettbewerb teilnehmen willst, musst du dich nicht anmelden.

Du schreibst die Arbeit in deutscher Sprache.

Folgende Beitragsformate sind möglich:

- Schriftliche Beiträge mit einem Umfang von maximal 30 Seiten DIN A 4 (dazu zählen Inhalts- und Quellenverzeichnis, Anhang usw.)

- Ein Fotobuch mit Bilderläuterungen

- Eine Multimediapräsentation (in lauffähiger Form auf CD für handelsübliche Windows-PCs)

- Filme oder Hörspiele mit maximaler Zeitlänge von
15 Minuten (gespeichert auf handelsübliche DVD oder CD)

Bei dreidimensionalen Projektergebnissen (Ausstellung, Modell, Spiel usw.) bitte nicht die Arbeit selbst, sondern eine Fotodokumentation mit kurzer schriftlicher Erläuterung zu Idee, Umsetzung und Anwendung einreichen.

Einsendeschluss ist Freitag, 24. Februar 2017.  

Du reichst deinen Beitrag ein – zusammen mit
dem ausgefüllten Teilnahmebogen – bei:

Initiative gegen das Vergessen
c/o Kulturwerkstatt Disharmonie
Gutermannpromenade 7
97421 Schweinfurt

Was passiert mit den Wettbewerbsbeiträgen?

Sechs von der Initiative gegen das Vergessen ausgewählte Juroren begutachten und bewerten die eingereichten Wettbewerbsbeiträge.

Grundlage der Bewertung sind die Aufgabenstellung und die Teilnahmebedingungen.

Die Jury berücksichtigt die individuellen Voraussetzungen aller Teilnehmer, insbesondere Alter und Schulart.

Was gibt es zu gewinnen?

Beim Geschichtswettbewerb der Initiative gegen das Vergessen gibt es Geldpreise zu gewinnen.

Diese Preise werden von der Oskar-Soldmann-Stiftung gestiftet.

1. Preis: 500 Euro
2. Preis: 300 Euro
3. Preis: 200 Euro

Alle Teilnehmer werden zu einem Abschlussfest eingeladen, auf dem die prämierten Arbeiten vorgestellt werden.

Alle Teilnehmer erhalten eine persönliche Urkunde.

Die Informationen zu Datenspeicherung, Nutzungsrechten und Datenschutz kannst du auf der Homepage der Initiative lesen: www.initiative-gegen-das-vergessen.de

Auch alle anderen Informationen und den Teilnahmebogen zum Download findest du auf dieser Webseite.